Der Mazda MX-5 ND

Neuer Mazda MX-5: Wie fährt sich der Erfolgsroadster?

Direktes, pures Fahrvergnügen ohne Filter – das erwarten Fans von einem Mazda MX-5. Während andere Modelle mit jeder neuen Generation größer, stärker und luxuriöser werden, bleibt der MX-5 ein Modell für Puristen. Die jetzt auf den Markt kommende vierte Modellgenerationen wurde nach genau diesen Grundsätzen konstruiert und ähnelt dem ersten MX-5 deutlich stärker als sein direkter Vorgänger.

 

Klassische Moderne im Innenraum

Um dieses Ziel zu erreichen, verlor der MX-5 Größe und Gewicht: Weniger als eine Tonne bringt der Roadster nun auf die Wage, die Länge beträgt nur noch schlanke 3,92 Meter. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde konsequent auf Leichtbau gesetzt, die Kabelbäume aus Aluminium dürfen im modernen Fahrzeugbau durchaus als innovativ bezeichnet werden. Im Innenraum setzt sich diese Reduktion auf das Wesentliche fort. Zwar verrät das Display auf dem Armaturenbrett, dass es sich um eine Neukonstruktion handelt, dafür überfordert das Cockpit nicht mit einer Flut an Schaltern.

Agil auf der Straße

Mazda MX-5 Typ ND 2015 frontDie weitaus interessantere Frage dürfte aber sein: Wie fährt sich der neue MX-5? Tatsächlich sind den Mazda-Ingenieuren hier einige Kunststücke gelungen. Denn obwohl das Fahrwerk natürlich die direkt-sportlichen Anforderungen der Kundschaft erfüllt, federt es sogar vergleichsweise manierlich über Bodenunebenheiten hinweg. Die Agilität, die dem Fahrer fast das Gefühl vermittelt, der MX-5 könnte auf der Stelle wenden, ist allerdings nicht nur dem Fahrwerk geschuldet: Vor allem das 1,5-Liter-Aggregat aus dem Mazda 3 macht seine Sache gut. Deutlich überarbeitet, erscheinen die Fahrleistungen in Anbetracht des geringen Leergewichtes als ausgezeichnet. Die 131 PS kommen mit Roadster spielerisch zurecht; abseits der möglichen Höchstleistung überzeugt vor allem aber die Leistungsentfaltung. Der kleine Hubraum lässt prinzipiell darauf schließen, dass der Motor hohe Drehzahlen benötigt, um die Kraft auch auf die Straße zu bringen. Dem ist tatsächlich so, bis 7000 U/min stürmt der Vierzylinder vehement los. Die eigentliche Besonderheit liegt aber darin, dass bereits bei 2000 U/min 90 Prozent des maximalen Drehmoments von 150 Nm erreicht werden. Somit ist häufiges Schalten zum flotten Vorankommen gar nicht unbedingt nötig – Spaß bereitet es dennoch. Aufgrund der kurzen Schaltwege gelingen die Gangwechsel in dem Sechsganggetriebe so gut, wie man das von einem Roadster erwartet.

Zeitlose Optik, robuste Technik

So bleibt am Ende die Feststellung, dass der MX-5 sich treu geblieben ist. 26 Jahre nach dem Erscheinen des Ur-Models macht der Neue wieder all jenes richtig, was dem gesamten Segment der Roadster in den 90er Jahren einen gewaltigen Schub verpasste. Das bedeutet natürlich auch, dass die Vorgängermodelle nie so wirklich aus der Mode kommen. Sowohl die zeitlose Optik als auch die auf das wesentliche beschränkte Technik lassen den MX-5 aller Modellgeneration in würde altern. Technisch besteht nach einigen Jahren hingegen durchaus Handlungsbedarf: Obwohl es sich um einen grundsätzlich soliden Roadster handelt, werden nach einigen Jahren Ersatzteile für ältere Mazda MX-5 Modelle fällig. Dazu muss nicht unbedingt der freundliche Mazda-Händler aufgesucht werden, der ausschließlich originale Ersatzteile vertreibt. Günstige Alternativen aus dem Zubehör erfüllen denselben Zweck – und sind oft deutlich günstiger.

Bild: Mazda / Text: E&S

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